#writingfriday ähhh Saturday Aufgabe 16 aus April: strahlend weiß und aprilfrisch!

Oh nein! Es ist schon Samstag, und ich habe gestern nicht geschrieben! Aber ich hatte auch etwas ganz wichtiges anderes zu tun. Ich habe mir nämlich ein Mountainbike gekauft und musste es, nachdem ich es heil in mein Auto gestopft und 1nach Hause gebracht habe, natürlich bei dem schönen Wetter gleich einweihen. Deshalb hoffe ich, mir wird verziehen, einen Tag zu spät am #writingfriday teilzunehmen und ich hoffe auch, dass Ihr Spaß haben werdet mit meinem Zahnpastaerfinderbrief!

Verfasse einen Dankesbrief an den Erfinder von Zahnpasta.

Sehr geehrter Herr Zahnpastaerfinder,

ich bin mir nicht sicher, wie oft Sie es schön gehört haben, aber ich möchte Ihnen danken. So sehr, dass ich Sie küssen mögen würde, würden Sie jetzt hier vor mir stehen.

Küssen kann überhaupt erst schön geworden sein, nachdem die Menschen anfingen, nicht mehr nur auf Holzwurzelchen herumzukauen, um ihre Zähne durch den dabei fließenden Speichel zu schützen. Nachdem sie begonnen haben, regelmäßig morgens, abends und optimalerweise auch mittags ihre Zähne mit dem weißen, weißblau oder weißgrün gestreiften und ab und an auch glitzernden cremigen Fluff, den sie mit den kleinen Zahnbürsten überall im Mund und gern auch auf T-Shirt, dem Waschbeckenrand oder dem Teppich zu verteilen.

Ich weiß gar nicht, was ich früher gemacht hätte, nachdem ich herausgefunden oder irgendwo gelesen hatte, dass Zahnpasta, auf Hautunreinheiten verteilt, diese austrocknen und abheilen ließen. Ich hätte all die komischen Sprüche in der Schule, die ich kassiert habe, weil ich irgendwo noch mit weißen Flecken im Gesicht umhergelaufen bin, verpasst. Und meine Pickel wären noch schlimmer gewesen.

Das ist mindestens genau so eine Entdeckung gewesen, wie dass Backpulver, mit der Zahnbürste auf die Zähne aufgetragen, diese weißer erscheinen ließ. Dass man dafür aber ein paar mal mehr zum Zahnarzt hatte gehen müssen, weil die Zähne eben nicht nur hell sondern auch porös oder zumindest ihr Schutzmantel zerstört war, ist eine andere Sache. Dann gab es Flour-Lack, der die Zähne wenigstens gleich wieder richtig braun färbte, damit man sah, was man von solchen Backpulverexperimenten nun hatte.

Hätte ich damals schon nicht nur Zahnpasta sondern auch diese überdimensioniert teure „Putzen Sie den Zahnschmelz wieder drauf“-Zahncreme verwendet, hätte ich vielleicht beides gehabt, helle und gesunde Zähne. So waren sie keins von beidem.

Und auch, wenn Kinder und pubertierende Jugendliche vielleicht noch nicht nachvollziehen können, welches Glück sie haben, sich nicht wie in der Steinzeit mit Holz sondern mit Zahnapsta die Beisserchen sauber und keimfrei halten zu können und gleichzeitig auch der oft nicht angenehme Mundgeruch verschwindet, wegen dem sie durch die anderen Kinder gemieden werden, werden sie früher oder später erkennen, welchen Vorteil das cremige Zeug mit dem mal mehr und mal weniger guten aber immerhin meist frischen Geschmack hat.

Mich würde interessieren, wie Sie damals auf die Idee gekommen sind, eine Paste für die Zahnreinigung zu erfinden. Es würde mich nicht wundern, wenn es Zahnstocher und Zahnseide schon längst vor der Zahnpasta gegeben hätte, denn diesem nervigen Zeug wie die dünnen aber renitenten Häutchen von Maiskörnern oder Apfelkerngehäusen ist ansonsten maximal noch mit den Fingernägeln beizukommen!

Gibt es eigentlich mit trockener Zahnpasta versehene Zahnseide? Das wäre doch mal was…

Nun, endlich, komme ich zum Schluss und entlasse Sie aus dieser Lektüre. Sie, die Sie vermutlich gar nichts mehr von dem Siegeszug der Zahnpasta in der ganzen Welt mitbekommen haben. Ich bin aber sicher, dass viele viele Beziehungen nur Ihretwegen zustande gekommen sind und auch gehalten haben!

Ergebenst – Ihre Nebu

Advertisements

#Motivationsmonster live und in Farbe

Nion von Monstermotivation.de hat uns Monsterhalter aufgefordert, wenn wir Lust haben, doch mal unsere Monster zu portraitieren. Ich bin nicht gut im Zeichnen, aber ich hatte eine andere Idee. Insofern: hier, wenn auch erst einmal nur zwei von dreien, also: *Trommelwirbel*

RikaVictor1

Rikatotokari und Victor 1

RikaVictor2

Rikatotokari und Victor 2

RikaDetails

Rikatotokari, Details

#meetmonsterrikatotokari

VictorDetails

Victor, Details

#meetmonstervictor

Janosch kommt auf jeden Fall auch noch dazu. Bei ihm habe ich überlegt, die Haare nicht zu modellieren wie bei Rikatotokari oder einfach zu kürzen, zu „frisieren“ und überzumalen wie bei Victor sondern tatsächlich die „echten“ Nylonhaare der My Little Ponies zu nehmen. Ich bin gespannt! Aber diesen April weilt er ja in anderen Sphären, weshalb ich ihn zum posieren nicht einfangen wollte.

P.S.: Wenn Ihr mal noch weitere My Little Pony Customs von mir sehen wollt, gibt es hier im Blog die Kategorie MLP und meine Seite bei Deviant Art 🙂

#writingfriday Aufgabe 15 aus April: Unverhofft kommt oft

Heute habe ich mich für eine kurze Geschichte zur Aufgabe Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz; „Damit hatte Lukas nicht gerechnet, als er sah wie…“ beginnt.

Ich habe letzte Woche das erste Mal auch bei meinen anderern Mitschreibern gestöbert – allerdings finde ich es schwierig, weil ja jeder für einen Monat sich in jeder Woche für ein anderes Writing Prompt entscheiden kann, und ich möchte natürlich nicht irgendwie beeinflusst werden durch etwas, was jemand zu einem Prompt geschrieben hat, was ich noch nicht bearbeitet habe. Drum seht es mir bitte nach, wenn ich immer etwas hinterherhinke mit lesen 🙂

Damit hatte Lukas nicht gerechnet, als er sah, wie die junge Frau nach vorn katapultiert wurde, raketengleich, nur ungleich plumper, seitlich getroffen von dem LKW mit dem großen Bullenfänger an der Front. Ein amerikanisches Modell, und sicherlich mit viel zu hoher Geschwindigkeit unterwegs, doch letztlich kam die Frau aus dem Nirgendwo.

Gerade eben noch hatte Lukas die Landstraße entlanggeblickt, die er überqueren wollte, und hatte nur ein paar Fahrzeuge gesehen. Auf der einen Seite einen Trupp Biker, scheinbar unterwegs in allwiederkehrender sonntäglicher Ausflugsgewohnheit, auf der anderen Seite ein Sportwagen mit offenem Verdeck, der im Gegensatz zu den gemütlich und zivilisiert cruisenden Motorradfahrern ordentlich Speed draufhatte. Dem Sportwagen folgte der LKW. Wie schon angemerkt auch mit überhöhter Geschwindigkeit – bei freien und geraden Strecken schafften diese gut motorisierten Maschinen durchaus auch ein gutes Tempo – was man auf regulär zu sehr gefüllten deutschen Autobahnen nicht vermuten mochte. Aber hier hatte ihn offensichtlich kein Fahrzeug ausgebremst und der Wagen hatte genug Zeit gehabt, die Geschwindigkeit zu steigern.

Aber… Lukas hatte nirgends Fußgänger gesehen. Auf der einen Seite der Landstraße war ein Radweg, doch auch der war unbenutzt gewesen. Er selbst stand hier, da an dieser Stelle ein etwas besserer Trampelpfad kreuzte, der ihn auf einer Abkürzung zum Campingplatz zurückbringen sollte, wo er seinen Urlaub verbrachte. Also auch nicht unbedingt der bestbesuchteste Weg mit dichtem Fußgängerverkehr. Und nun – aus dem Nichts aufgetaucht, hatte die Frau auf der Straße gestanden. Sie musste sich regelrecht dort materialisiert haben, nachdem der Sportwagen vorbeigebraust worden war.

Vor Schreck war Lukas noch wie gelähmt. Der Lastwagen hatte nach der Kollision scharf gebremst und war nach ein paar hundert Metern zum Stehen gekommen. Sein Auflaster hatte sich dabei etwas schräg gestellt. Ein entgegenkommender roter Polo hatte ebenfalls eine Vollbremsung hingelegt, nachdem die Frau auf seine Fahrspur geschleudert worden war und der Fahrer ebenso wie Lukas den Schreck seines Lebens bekommen haben musste. Weitere Fahrzeuge näherten sich der Unfallstelle, bremsten teilweise sehr plötzlich ab, rollten teilweise nur heran. Zwei Wagen hielten am Seitenstreifen, einer der Fahrer stieg aus und versuchte, weitere ankommende Fahrzeuge zu warnen. Allerdings war der etwas schief stehende Truck wohl auch auf größere Entfernung ein ausreichender Hinweis darauf, dass hier Vorsicht geboten war.

All das beobachtete Lukas, ohne es vollständig wahrzunehmen. Nach einem kurzen Augenblick – alles war so unglaublich schnell gegangen – war er bei der Frau angelangt, die sicherlich zehn Meter durch die Luft geschleudert worden war und danach noch ein paar Meter über den Asphalt in den Straßengraben gerutscht war. Irgendetwas in Lukas‘ Gedanken sagte ihm, dass für sie jede Hoffnung vergebens sei, aber dennoch konnte er nicht anders, als nach ihr zu sehen und vielleicht doch noch Hilfe leisten zu können. Während er fast bei ihr angelangt war, nestelte er an seiner Jackentasche, um sein Handy herauszunehmen und den Notruf zu wählen – und die paar Sekunden, die er dafür benötigte und den Blick von der Unfallstelle abwandte, reichten, um ihn erneut erstarren zu lassen.

Die Frau war aufgestanden. Gerade wiegte sie ihren Kopf nach rechts und nach links, wie um ihn wieder einzurenken, knackte einmal hörbar mit den Schultergelenken, blickte sich um und sagte: „Keine Sorge, dass ist leider Alltag für mich. Wenn Schutzengel sich nicht anders zu helfen wissen, müssen sie halt auch mal Risiken eingehen.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging auf den Waldrand zu, aus dem gerade zwei kleine Mädchen gerannt kamen, die sich vor lauter Angst dort versteckt zu haben schienen.Eines von ihnen deutete auf die andere Straßenseite, wo Lukas einen roten Ball liegen sah.

Aufgabe 6: Das Paradies ist ganz und gar nicht friedlich.

Heute habe ich wieder eine Aufgabe für die #Zweierlei-Helden-Lese-Challenge gelöst 🙂

Wieder ein Buch von Baldacci – wieder ein Thriller mit einem Armee-Soldaten, und absolut großartig. Ich habe mich für die Lösung entschieden, das Buch wieder auf die dunkle Heldenseite zu packen, nämlich, weil ein Mensch getötet wurde. Mehrere Menschen. Ganz schön viele Menschen.am limit

Doch eigentlich gehört es inhaltlich wie auch das Buch von Baldacci zur Aufgabe „dunkler Held auf dem Cover“ auch zur hellen Seite der Macht 😉

Meine Rezension gibt es hier bei LovelyBooks und ich empfehle das Lesen (oder Hören) herzlich weiter!

Zweierlei Helden 06.png

#writingfriday, Aufgabe 5 aus Februar: Erinnerungen an die Kindheit

Eine Aufgabe, die ich mir als erste Februaraufgabe herausgesucht habe (auch wenn wir schon April und dann noch nicht mal Freitag haben), lautet:

Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben.

Ich bin gespannt, ob ich es schaffe und was dabei herauskommt! 😀
In no explicit order:

  • Schlauchhaargummis
  • Brille
  • Briefmarkensammlungen
  • Rathaus
  • Garten
  • Himmelbett
  • Bruchrechnen
  • segeln
  • Holzfällerhemden
  • reiten
  • Dänemarkurlaube
  • Walkman und Kassetten
  • Heuschnupfen
  • Füllfederhalter
  • Bon Jovi
  • Hanni und Nanni
  • Radiergummitierchen
  • Playmobil
  • Lego
  • Knight Rider
  • SeaQuest DSV
  • Elisabeth Howard: „Ein Mädchen in Paris“ [ok, das waren jetzt mehrere allerdings zusammenhängende Wörter – ich interpretiere „Wort“ hier jetzt mal als gedanklichen Begriff]
  • Fahrradfahren
  • Rollschuhe (die mir den paarweise nebeneinander angeordneten Rollen)
  • 5 DM Taschengeld

#writingfriday Aufgabe 14 aus April: Verwählt und dennoch ein Date?

Nachdem ich die Aufgaben aus Januar jetzt nachträglich gepostet habe, kommt nun „live“ quasi die erste für April, und somit regulär zum Zeitplan. 🙂 Ich habe mir „Eine Frau verwählt sich und landet bei einem fremden Mann. Unerwartet beenden sie das Gespräch aber mit einer Verabredung. Schreibe das Telefonat dazu auf.“ ausgesucht.

„André Alternativ, hallo!“

„Guten Abend. Bin ich da auch richtig bei Sascha Seriös?“

„Nein, leider nicht. Bei einem solchen Nachnamen hätte ich ihn allerdings sicher auch nicht gern als Mitbewohner gehabt!“ [man hört ihn grinsen] „Welche Nummer wollten Sie denn wählen?“

„555-123 45 67. Ist das nicht Ihre?“

„Doch, tatsächlich, da sind Sie hier richtig. Woher haben Sie die Nummer denn?“

[Zögern] „Das ist… mir jetzt etwas unangenehm…“

„Ach was,  ich verspreche auch, ich sag’s nicht weiter! Und da Sie sich gar nicht mit Namen gemeldet haben, wäre es sowieso anonym!“

[die Anruferin kichert] „Da haben Sie natürlich recht. Also… ich wollte mich bei ihm entschuldigen. Ich habe neulich ein Auto angefahren, also, nicht doll, aber es ist halt ein Kratzer im Lack. Und… ich bin einfach weitergefahren.“

„Aaahh ja. Fahrerflucht! Soso!“ [scherzhaft] „Und nun konnten Sie tagelang wegen Ihrer Gewissensbisse nicht schlafen, haben dem Fahrer aufgelauert, ihn nach Hause verfolgt, seinen Namen vom Türschild abgelesen, seine Telefonnummer gegoogelt und sind bei mir gelandet?“

[wieder Kichern] „Nein, auch wenn das auch eine schöne Geschichte wäre!“ [erneutes Zögern] „Es war leider anders – man hat mich gesehen und angezeigt. Zurecht. Und als ich heute angehört wurde, fiel der Name des Fahrzeughalters. Und da habe ich tatsächlich gegoogelt. Insofern hatten Sie zumindest ein bisschen recht.“

„Und im Internet stand dann tatsächlich meine Telefonnummer?“ [verwirrt]

„Hmm ja. Können Sie nachprüfen, Google, Sascha Seriös. Hintertupfingen, Finanz- und Medienwissenschaften“

[Pause]

„Sind Sie noch da?“ [hoffend]

„Ja, durchaus. Ich habe nur… Moment…“ [man hört Tastaturgeklapper]

„Was machen Sie denn?“ [eher neugierig als mürrisch]

„Tatsächlich. Die Nummer steht da!“ [kurze Pause] „Ich hab gerade eine Idee! Was halten Sie davon, wenn wir diesen Knaben mal ein bisschen ärgern und ihn unsererseits anzeigen, wegen Angabe von Falschinformationen?“

„Öhm…“

„Heute abend, 20 Uhr, Treffen im „Streunercafé“ hier in Hintertupfingen, ich werde als Erkennungszeichen ein Notizbuch in der Hand halten. Passt Ihnen das?“

„Woher… wie… Ähm… „

„Ach kommen Sie, Ihre Telefonnummer wird im Display angezeigt, ich sehe, dass Sie aus Hintertupfingen anrufen. Und ich würde gern wissen, wer sich hinter dieser süßen Stimme verbirgt und ob diese Person wirklich so verrucht ist, wie eine Fahrerflucht vermuten lässt!“

[klick]

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann… 😉

#writingfriday Aufgabe 4 aus Januar: Beschreibe den letzten Traum, an den du dich erinnerst, so detailliert wie möglich.

Ich möchte mir nun, auch wenn es wieder zwei Beiträge an einem Tag sind – und das, obwohl ich sonst einige Tage/Wochen/Monate *hust* gar keinen schreibe – noch die vierte Aufgabe aus Januar vornehmen.

Ich versuche nun also, soweit und detailliert wie möglich, meinen letzten Traum, an den ich mich erinnere, wiederzugeben. Es ist schon länger her, aber er ist der einzige, der mir i Gedäctnis geblieben ist. Und ich weiß, dass ich ihn nicht das erste Mal geträumt hatte.

Um mich herum dudelt irgendwelche Radiomusik. Ich hasse Radio. Zu langweilige Musikmischung mit zu viel nervigem Gerede. Aber gut, so ist das nun mal, wenn man in der Stadt unterwegs ist. Shoppingmusik im Kaufhaus, Techno im Bus und eben Radio am Kiosk. Ich sehe zu, dass ich weiterkomme. Mir ist kalt. Es nieselt. Die Leute um mich herum tragen die Krägen hochgeschlagen oder die Kapuzen aufgesetzt. Ich muss noch etwas besorgen. Hoffentlich steht es auf meinem Einkaufszettel – eben wusste ich noch genau, was es war. Ich habe es vor mir gesehen.

Im Discounter schnappe ich mir Obst und Gemüse. Selbst wenn ich keinen Zettel finde, der mir sagt, was ich kaufen wollte, wird das schon richtig sein. Felsenfest überzeugt, auch noch süßen Senf zu benötigen, mache ich mich durch die Fußgängerzone auf den Weg in ein Feinkostgeschäft.

Irgendwann bemerke ich, dass Leute mich ansehen. Ich bin irritiert. Was ist denn? Ein Kind zeigt auf mich und lacht. Eine Gruppe Jugendlicher ebenfalls. Ich komme an einem Schaufenster vorbei. Aus dem Augenwinkel entdecke ich, dass ich nackt bin. Ich trage keine Jacke, keine Hose, keine Schuhe. Mich überfällt Panik. Warum bin ich nackt? Warum ist es mir nicht aufgefallen? Und warum auch den anderen Leuten bisher nicht? Ich halte die Einkaufstüte vor meine Scham und mache mich so schnell wie möglich auf den Weg, irgendwo unterzutauchen. Eine öffentliche Toilette, in der ich mich einschließen kann, wäre gut. Besser noch eine Umkleidekabine eines Kaufhauses. Da kann ich gleich Kleidung kaufen. Allerdings müsste ich dazu aber erst mal ein Kaufhaus betreten. Und da drin ist es sehr hell. Aber vermutlich wenigstens nicht kalt.

Ich lasse die Einkaufstasche fallen und laufe. Laufe schnell, möglichst weit weg von allen Leuten. Und ich wundere mich, warum es auch außerhalb der Fußgängerzone immer noch diese Radiomusik gibt.

Dann wache ich auf. Mein Radiowecker läuft und meine Bettdecke liegt unten auf dem Fußboden. Ich friere tatsächlich.